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Archiv für September 2006

Ausweitung der Kampfzone

Mittwoch, 27. September 2006

Bild - www.cg14.deAuch wenn am Wochenende alles sehr friedlich zugehen wird, möchte ich dennoch nicht versäumen, auf eine Veranstaltung hinzuweißen, die im Hinblick auf die deutsch-französischen Beziehungen im Calvados sehr interessant ist, mehr noch sogar, Anlass gibt zum feiern.

20 Jahre Partnerschaft mit der Region Unterfranken gilt es auf dem Europa-Fest 2006 an diesem Wochenende zu zelebrieren. Organisiert wird die Veranstaltung vom Service des jumelages et échanges européens. Grund genug um auch dort zu recherchieren.

Was sonst noch dort passieren wird, erfährt man hier.

“Schlimmer als ein schlechtes Bild, ist gar kein Bild.”

Mittwoch, 27. September 2006

buchstaben.jpgAn der Türe lässt ein Aufkleber schnell erkennen, was dahinter die Schüler ins Schwitzen bringt. “Bitte nicht rauchen!” - Eine vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Aufforderung in Anbetracht des Ortes. Denn hinter der Tür wartet Alain Caufourier, Deutschlehrer am Collège Lechanteur in Caen.

Angesichts der schwindenden Schülerzahlen in den Französischklassen, die einem Hilfeschrei gleichend in den Medien kolportiert werden, ist die Situation am Collège Lechanteur noch gut. 77 Schüler von ca. 500 lernen Deutsch, entweder als zweite oder manche sogar schon als erste Fremdsprache. Alain Caufourier führt dies teilweise auf die Herkunft der Schüler zurück. Ein Großteil kommt aus dem nahegelegenen Stadtteil Bieville-Beuville, wo eine sehr aktive deutsch-französische Partnerschaft mit Margetshöchheim, nördlich von Würzburg in Unterfranken besteht. Der Austausch sei für viele Schüler von dort eine Grund Deutsch als zweite Fremdsprache zu wählen. Oder die Sprache wird gleich in der Grundschule erlernt, wofür in Bieville-Beuville auch die Lehrer vorhanden sind.

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“Ich will, ich will dass ihr mir vertraut…”

Montag, 25. September 2006

Einen Schreckmoment hat mich die Erkenntnis gekostet, dass eine umstrittene Metall-Band mit zweifelhafter politischer Gesinnung maßgebend das deutsche Musikimage im Ausland prägt, und das bereits seit mehreren Jahren.

Rammstein beigeistert auch die Franzosen, wie ich feststellen musste, und was Musik aus Deutschland betrifft, so war’s das auch. (more…)

Europäische Basisarbeit

Sonntag, 24. September 2006

Ein Besuch im “Service des jumelages et des échanges européens”  

Unscheinbar wirkt das graue Haus mit seinen Giebeln in der Rue Fred Scamaroni in Caen, nur einen Steinwurf vom Hippodrom entfernt. Von der Innenstadt kommend, ziehen ganz andere Gebäude das Interesse auf sich. Zuerst das riesige schwarze Gericht und dann der Place Gardin, mit seinen Nobelappartements, wo scheinbar die finanzkräftige Angestelltenschicht der Stadt Quartier bezogen hat. Angesichts dieser sachlichen Eleganz wirkt das Büro des „Service des jumelages et des échanges européens“ eher bescheiden. Doch der Wind, der auf seinen Fluren weht, ist alles andere als provinziell. (more…)

Ducken und Verstecken – Deutsche im Calvados

Donnerstag, 21. September 2006

Bild - www.photocase.de

Manche nennen es die „Flucht-Generation“. Von schwierigen Fällen ist die Rede, gar von Härtefällen. Sie sind unscheinbar, manche wissen kaum von ihrer Existenz. Andere schon, nur Kontakt aufnehmen ist unwahrscheinlich schwierig. Alle diese Fälle zeichnet ein fast pathologisches Verhältnis zu ihren Wurzeln aus, ein Verleugnen der eigenen Identität, beinahe eine Abscheu gegenüber Seinesgleichen. Die Rede ist von Deutschen in Frankreich, in diesem Fall im Calvados. Scheue Wesen, höchst interessant und zutiefst widersprüchlich. Ein Diagnoseversuch.

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Von grünen Schenkel und anderen Leckereien

Dienstag, 19. September 2006

Wie bereits erwähnt, stellt der kulinarische Bereich im deutsch-französischen Verhältnis einen besonders fruchtbaren Nährboden fuer Unkraut aller Art dar. Lässt man die alljährlichen Fernsehbilder vom Oktoberfest Revue passieren, so kann man als Deutscher anderen Nationen die weit verbreitete Meinung nur schwerlich übelnehmen, der Deutsche würde Bier nicht gerade in Maßen, sondern aus Maßkruegen konsumieren um sich danach mit Sauerkraut und Weiswürsten vollzustopfen.

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Pariotismus auf französisch

Donnerstag, 14. September 2006

AutoWenn der französische Präsident am Ende einer Regierungsansprache die Worte “Vive la France” spricht, ist das französischer Alltag und auch die Tricolor zu jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheiten zu hissen, erregt keine Menschen Seele. Falls jedoch in Deutschland zu einem sportlichen Großereigenis das Land in Schwarz-Rot-Gold leuchtet, so ist dies für die deutsche und ausländische Presse ein wochenlanges Thema, im Land selbst sogar Stoff für hitzige Debatten.

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Studieren in Frankreich

Donnerstag, 14. September 2006

Wie das Statistische Bundesamt Deutschland heute in einer Pressemitteilung mitteilt, stieg der Anteil deutscher Studenten an ausländischen Universitäten 2004 um 5 Prozent. Frankreich belegt mit einem Anteil von 9 Prozent den sechsten Platz in der Gunst der Studierenden.

Bild: Uni-Würzburg

Vor allem die Universität von Caen und Würzburg tragen mit ihrer Zusammenarbeit zu einem regen Austausch von Studenten aus dem Calvados und Unterfranken bei.

So steht die Uni in Caen auf der Würzburger Liste ganz oben auf dem ersten Platz und auch auf der französischen Seite findet Würzburg Erwähnung.

Welche Bedeutungen solche Aufenthalte haben, die natürlich auch zum Erlernen der deutschen und französischen Sprache dienen, macht vielleicht ein Zitat Hans-Walter Schlies deutlich, der in Straßburg Bereichsleiter bei ARTE ist und selbst bis zum Abitur kein Französisch sprach:

“Englisch ist sehr wichtig, weil es die Sprache des Handels, des Internet und der Finanzen ist. Jedoch ist Deutsch ebenso wichtig in Frankreich, denn Frankreich und Deutschland sind Nachbarn und haben in vielerlei Hinsicht intensive Austauschbeziehungen. Wie soll man da mitmachen können, wenn man die Sprache des Handelspartners nicht kann?” (Quelle: Magazin Recontre)

Unkraut jäten

Dienstag, 12. September 2006

Vorurteile sind ärgerlich, manchmal amüsant und ab und an sogar interessant - zumindest für die wissenschaftliche Arbeit über das deutsch-französische Verhältnis.

Gefunden in der Mediathek des Mémorials:
“Ce que je sais sur l’Allemange” - “Ce que je sais sur la France” (Was ich über D./F. weiß): Zwei fast schon vergilbte Bücher, 1979/80 vom DFJW herausgegeben, über das Bild von knapp 12.000 französischen und deutschen Schülern über das Bild des jeweiligen Nachbarlands. Die Schüler im Alter von 9 bis 21 Jahren, gleichmäßig verteilt im jeweiligen Umfrageland, äußern sich in diesem fast schon veralteten, doch meiner Meinung nach, immer noch hoch interessanten Buch zu ihren Vorstellung über Frankreich bzw. Deutschland.

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Lektüre Teil 3

Montag, 11. September 2006

Wieder einmal will ich auf www.franzosenkraut.de eine “Surfempfehlung” geben, für alle, die sich für Frankreich interessieren.

www.france-mail-forum.de - “Eine frankophone, kosmopolitische Internetzeitung, die allen offensteht”

Ein sehr interessantes Internetprojekt, das in regelmäßigen Abständen Ausgaben mit Artikeln der deutschen und französischen Presse online stellt und somit für den interessierten Leser eine Übersicht aktueller deutsch-französischer Themen bietet.

Bonne Lecture