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Archiv für 'Allgemein' Kategorie

Neue Brüderlichkeit - ohne Deutschland

Donnerstag, 27. März 2008

Die Zeitungen schreiben von einer “neuen Brüderlichkeit”, die Sarkozy mit London anstrebt. Er wünsche sich eine stärkere Rolle beider Länder in der EU. Wo sich zwei verstehen, ist Deutschland außen vor. Frankreich wolle sich von der exklusiven deutsch-französischen Beziehung befreien, die nicht mehr genüge, um das Europa der 27 in Bewegung zu halten. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Als ob es nicht schon schlimm genug um das derzeitige Verhältnis stünde. Der übereifrige Sarkozy strebt eine längst vergangene Großmachtrolle an, die jüngst von Berlin vereitelt wurde (Mittelmeerunion). Was dem französischen Staatspräsidenten nicht gefällt - Frankreich wird in einer nach Osten hin erweiterten Union an die Peripherie gedrängt - versucht er jetzt zu kompensieren. Er schmiedet Bündnisse. Zwar nicht gegen Deutschland. Aber auch nicht mit dem natürlichen Bruder auf der anderen Seite des Rheins.

Ist die deutsch-französische Freundschaft längst zu sehr Normalität, als das solche Nachrichten nicht erschüttern könnten? Schafft die Institutionalisierung ein so festes Fundament, dass selbst ein Sarkozy nicht daran rütteln kann? Was bleibt, ist die Verunsicherung. Denn Freundschaft muss gelebt werden.

Leben wie Gott in Unterfranken…

Freitag, 27. April 2007

Poster Französische Woche - Bild Partnerschaftsreferat Bezirk UnterfrankenJa, hierzu hat jetzt jeder aus der Region Würzburg für eine Woche die Gelegenheit. Ein kleiner Blick auf das Plakat gibt eventuell schon Hinweise auf das Programm. Sowohl für Augen und Ohren, als auch für den Gaumen präsentiert der Bezirk Unterfranken vom 28. April bis zum 6. Mai fast täglich Veranstaltungen in Würzburg und Umgebung.

Auftakt macht die Aufsstellung des Goldschmiedewettbewerbs “Deutschland und Frankreich - ein ungleiches Paar” am 28. April (Spitäle - Zeller Straße 1).

Wer sich für das genaue Programm interessiert, sollte hier vorbei schauen.

Während Frankreich sich noch den Kopf über die endgültige Wahl zerbricht, feiert Unterfranken schon mal Porzellanhochzeit.

Und Scherben bringen ja bekanntlich Glück.

Linkparade

Freitag, 23. März 2007

Hier ein Versuch einer Zusammenfassung verschiedener Links zu deutsch-französischen Themen:

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Für Linkvorschläge über “Kommentare” bin ich sehr dankbar!

Der Weg des geringsten Widerstandes

Mittwoch, 15. November 2006

Jeder, der sich noch an seine Schulzeit erinnern kann, kennt die Überlegungen. Und jetzt sind wir mal ehrlich, wer halst sich schon freiwillig mehr Arbeit auf, wenn es auch einfacher geht, leichter, bequemer. Denkt man.

Halbwahrheiten und Klischees haben zumindest in französischen Schulen mit diesen Überlegungen dazu geführt, dass Deutsch als Fremdsprache ein Nischendasein fristen muss, fernab der aufregenden Welt des Spanisch- oder Italienischunterrichts.

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Ausweitung der Kampfzone

Mittwoch, 27. September 2006

Bild - www.cg14.deAuch wenn am Wochenende alles sehr friedlich zugehen wird, möchte ich dennoch nicht versäumen, auf eine Veranstaltung hinzuweißen, die im Hinblick auf die deutsch-französischen Beziehungen im Calvados sehr interessant ist, mehr noch sogar, Anlass gibt zum feiern.

20 Jahre Partnerschaft mit der Region Unterfranken gilt es auf dem Europa-Fest 2006 an diesem Wochenende zu zelebrieren. Organisiert wird die Veranstaltung vom Service des jumelages et échanges européens. Grund genug um auch dort zu recherchieren.

Was sonst noch dort passieren wird, erfährt man hier.

“Schlimmer als ein schlechtes Bild, ist gar kein Bild.”

Mittwoch, 27. September 2006

buchstaben.jpgAn der Türe lässt ein Aufkleber schnell erkennen, was dahinter die Schüler ins Schwitzen bringt. “Bitte nicht rauchen!” - Eine vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Aufforderung in Anbetracht des Ortes. Denn hinter der Tür wartet Alain Caufourier, Deutschlehrer am Collège Lechanteur in Caen.

Angesichts der schwindenden Schülerzahlen in den Französischklassen, die einem Hilfeschrei gleichend in den Medien kolportiert werden, ist die Situation am Collège Lechanteur noch gut. 77 Schüler von ca. 500 lernen Deutsch, entweder als zweite oder manche sogar schon als erste Fremdsprache. Alain Caufourier führt dies teilweise auf die Herkunft der Schüler zurück. Ein Großteil kommt aus dem nahegelegenen Stadtteil Bieville-Beuville, wo eine sehr aktive deutsch-französische Partnerschaft mit Margetshöchheim, nördlich von Würzburg in Unterfranken besteht. Der Austausch sei für viele Schüler von dort eine Grund Deutsch als zweite Fremdsprache zu wählen. Oder die Sprache wird gleich in der Grundschule erlernt, wofür in Bieville-Beuville auch die Lehrer vorhanden sind.

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“Ich will, ich will dass ihr mir vertraut…”

Montag, 25. September 2006

Einen Schreckmoment hat mich die Erkenntnis gekostet, dass eine umstrittene Metall-Band mit zweifelhafter politischer Gesinnung maßgebend das deutsche Musikimage im Ausland prägt, und das bereits seit mehreren Jahren.

Rammstein beigeistert auch die Franzosen, wie ich feststellen musste, und was Musik aus Deutschland betrifft, so war’s das auch. (more…)

Europäische Basisarbeit

Sonntag, 24. September 2006

Ein Besuch im “Service des jumelages et des échanges européens”  

Unscheinbar wirkt das graue Haus mit seinen Giebeln in der Rue Fred Scamaroni in Caen, nur einen Steinwurf vom Hippodrom entfernt. Von der Innenstadt kommend, ziehen ganz andere Gebäude das Interesse auf sich. Zuerst das riesige schwarze Gericht und dann der Place Gardin, mit seinen Nobelappartements, wo scheinbar die finanzkräftige Angestelltenschicht der Stadt Quartier bezogen hat. Angesichts dieser sachlichen Eleganz wirkt das Büro des „Service des jumelages et des échanges européens“ eher bescheiden. Doch der Wind, der auf seinen Fluren weht, ist alles andere als provinziell. (more…)

Ducken und Verstecken – Deutsche im Calvados

Donnerstag, 21. September 2006

Bild - www.photocase.de

Manche nennen es die „Flucht-Generation“. Von schwierigen Fällen ist die Rede, gar von Härtefällen. Sie sind unscheinbar, manche wissen kaum von ihrer Existenz. Andere schon, nur Kontakt aufnehmen ist unwahrscheinlich schwierig. Alle diese Fälle zeichnet ein fast pathologisches Verhältnis zu ihren Wurzeln aus, ein Verleugnen der eigenen Identität, beinahe eine Abscheu gegenüber Seinesgleichen. Die Rede ist von Deutschen in Frankreich, in diesem Fall im Calvados. Scheue Wesen, höchst interessant und zutiefst widersprüchlich. Ein Diagnoseversuch.

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Pariotismus auf französisch

Donnerstag, 14. September 2006

AutoWenn der französische Präsident am Ende einer Regierungsansprache die Worte “Vive la France” spricht, ist das französischer Alltag und auch die Tricolor zu jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheiten zu hissen, erregt keine Menschen Seele. Falls jedoch in Deutschland zu einem sportlichen Großereigenis das Land in Schwarz-Rot-Gold leuchtet, so ist dies für die deutsche und ausländische Presse ein wochenlanges Thema, im Land selbst sogar Stoff für hitzige Debatten.

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